»Love Complexity« beschäftigt sich mit der Frage, wie wir denken, entscheiden und handeln, wenn es keine einfachen Antworten gibt. Komplexität soll dabei weder unnötig erzeugt noch vorschnell vereinfacht werden. Es geht darum, sie ernst zu nehmen und auch unter Unsicherheit reflektiert und handlungsfähig zu bleiben.
Der Begriff »komplex« wird gerne von »kompliziert« abgegrenzt:
- Kompliziert ist ein System, wenn es viele Teile hat, die man aber mit ausreichend Wissen und Berechnungen ziemlich genau in ihrem Verhalten vorhersagen kann (Beispiele: eine Armbanduhr oder ein Jumbo Jet und für viele auch die Steuererklärung).
- Komplex wird das System hingegen, wenn seine Teile dynamisch miteinander interagieren, was Vorhersagen ungleich schwerer macht, beispielsweise weil Prozesse seltener linear verlaufen (Beispiele: Ökosysteme wie der Regenwald, Dynamiken am Aktienmarkt oder Team-Dynamiken).
Wenn wir uns komplexe Situationen vom Klimawandel über politische Verschiebungen bis künstliche Intelligenz anschauen, die Komplexität kann auch schnell überfordernd wirken. Stecken wir nun den Kopf in den Sand und versuchen die Probleme wegzureden, nur weil wir sie nicht verstehen oder erklären können? Oder sind wir bereit umzudenken und neue Denkmuster zu lernen? Und vor allem auch: sind wir auch bereit, Komplexität anzunehmen und als Teil der Wirklichkeit zu akzeptieren?
Denn auch in komplexen Systemen kann man vernünftige und rationale Entscheidungen treffen. Man kann nicht alles präzise vorausberechnen wie in einem komplizierten System, aber dafür gibt es andere Methoden: Experimente, Simulationen, Prototyping – um nur ein paar zu nennen.
Und darum soll es hier im Newsletter gehen: Wie können wir in komplexen Situationen bessere Entscheidungen treffen und handlungsfähig bleiben? Wie haben andere Menschen in schwierigen Situationen einen klaren Kopf bewahrt? Welche Tools und Methoden stehen uns zur Verfügung?